Kixka reviewed Tiere Essen by Jonathan Safran Foer
None
5 stars
Late to the Party - das Buch ist von 2009, übersetzt wurde es 2010. Warum also ein 15 Jahre altes Sachbuch lesen? Ich esse schon mehrere Jahrzehnte kein Schweinefleisch mehr und ernähre mich ohnehin sehr bewusst, spätestens seit ich Anfang 2018 auf den Tipp einer Freundin hin das erste Mal Fastenwandern war. Eine Kombi, die mir sehr entspricht, auch wenn ich es häufig mit Fahrradfahren kombiniere. In der Regel gibt es innerhalb dieser Wochen einen mehr oder weniger gelungenen längeren Exkurs über Ernährung, logisch. Bei meinem neunten Aufenthalt, diesmal nicht an der See oder im Brandenburgischen sondern an der Schweizer Grenze, gab es eine Hausbibliothek, in der mir ein schon sehr zerlesenes Exemplar "Tiere essen" ins Auge fiel.
Ich bin außerhalb des Internets keine begeisterte Sachbuchleserin, aber die Übersetzer:innen haben hier gute Arbeit geleistet und die Sprache Foers so ins Deutsche übertragen, dass ich trotz der zum Teil sehr schwerverdaulichen, …
Late to the Party - das Buch ist von 2009, übersetzt wurde es 2010. Warum also ein 15 Jahre altes Sachbuch lesen? Ich esse schon mehrere Jahrzehnte kein Schweinefleisch mehr und ernähre mich ohnehin sehr bewusst, spätestens seit ich Anfang 2018 auf den Tipp einer Freundin hin das erste Mal Fastenwandern war. Eine Kombi, die mir sehr entspricht, auch wenn ich es häufig mit Fahrradfahren kombiniere. In der Regel gibt es innerhalb dieser Wochen einen mehr oder weniger gelungenen längeren Exkurs über Ernährung, logisch. Bei meinem neunten Aufenthalt, diesmal nicht an der See oder im Brandenburgischen sondern an der Schweizer Grenze, gab es eine Hausbibliothek, in der mir ein schon sehr zerlesenes Exemplar "Tiere essen" ins Auge fiel.
Ich bin außerhalb des Internets keine begeisterte Sachbuchleserin, aber die Übersetzer:innen haben hier gute Arbeit geleistet und die Sprache Foers so ins Deutsche übertragen, dass ich trotz der zum Teil sehr schwerverdaulichen, drastischen Inhalte am Ball blieb - auch wenn sich meine Leseerfahrung etwas in die Länge zog, weil ich es schwierig empfand, den Inhalt am Stück zu lesen.
"Irgendwie" wusste ich vieles, aber so im Detail beschrieben wird das Ausmaß der Massentierhaltung nicht nur rund um die Schlachtung sondern auch um die Gülle herum viel besser erfassbar. Die daraus abgeleiteten Handlungsentscheidungen für mich selbst? Milch kaufe ich schon lange nicht mehr, ich in mit Erbsenmilch als Milchschaumersatz recht glücklich.
Ob ich auf guten Käse für immer verzichten möchte/kann? Ich denke, es sind viele Einzelschritte, die den Wandel ausmachen - und dass es bei allen Unterschieden, die die verschiedenen veganen/vegetarischen Schulen vertreten, es vor allem entscheidend ist, sich überhaupt mit dem Thema auseinanderzusetzen und nicht auszublenden. Das Buch ist in jedem Fall auch heute noch eine gute Basislektüre dazu.